Spektralphotometrische Messung
F¸r Bildschirmmessung- und kalibrierung bis Farbsteuerung der Druckmaschine Durchführung über eine Benutzerführung über Display oder PC-Schnittstelle. Das Meßgerät ist schnittstellentechnisch mit einem Rechner verbunden.

Color Management Einflussfaktoren
Da das Colormanagement die Aufgabe hat, während des gesamten Arbeitsprozesses, vom Entwurf bis zum fertigen Druck, farbsicher zu sein, müssen die Eigenarten der Ein- und Ausgabegeräte berücksichtigt werden. Werden diese Eigenarten berücksichtigt, können die Farben im Druck in jedem Produktionsschritt simuliert werden.

  • Eingabegeräte: Verschiedene Eingabegeräte (Scanner...) liefern bei der Erfassung des gleichen Bildes unterschiedliche Werte
  • Monitor: Monitore haben unterschiedliche Phosporfarben
  • Farbräume: Farbraumunterschiede zwischen Monitor und Druck führen zu dass bei der Farbretusche nicht druckbare Farben eingeführt werden
  • Separation: Die Konvertierung von RGB zu CMYK liefert in verschiedenen Programmen und unterschiedlichen Ergebnissen
  • Proofsystem: Unterschiedliche Farbwiedergabe in verschiedenen Proof-Systemen
  • Beleuchtung: Visuelle Beleuchtung unter nicht standatisierer Beleuchtung
  • Druckprozeß: Schwankungen der Farbführung im Druckprozeß
  • Druckfaktoren: Verschiedene Druckfarben, Bedruckstoffe oder Druckverfahren

Der Scanner
Da der Scanner fast immer am Anfang der Produktion steht, muss der Scanner zuerst kalibriert werden. Weil aber in jedem Scanner andere Farbfilter benutzt werden, wird die IT8-Referenzvorlage von jedem Scanner anders umgesetzt.

Um einen Scanner zu kalibrieren, benötigt man:

  1. Eine Referenzvorlage;
    In den meisten Fällen ist dies eine IT8-Vorlage, die alle Bereiche der einzuscannenden Farben darstellt und für verschiedene Materialien als Aufsichts- oder Durchsichtsvorlage vorliegt.
  2. Eine Referenzdatei;
    Die später eingelesenen Werte von der Vorlage werden mit diesen Werten verglichen und wenn nötig angepasst.

Zum Kalibrieren des Scanners wird die Referenzvorlage eingescannt. Die gescannten Werte jedes einzelnen Farbfeldes der Vorlage werden mit denen der Referenzdatei verglichen und neu zugeordnet, wenn die Werte nicht übereinstimmen. Jedem gescannten Wert steht jetzt ein tatsächlicher gegenüber.
Diesen Vorgang kann man mit den verschiedenen Aufnahmematerialienwiederholen, wenn der Scanner dies unterstützt und diese Vorlagen auch mitgeliefert worden sind. Für jedes Aufnahmematerial wird dann ein entsprechendes Profil erstellt. Da dies jedoch nicht immer möglich ist, wird häufig nur zwischen Aufsicht und Durchsicht unterschieden. Die letzte Korrektur wird und sollte also immer von dem Scanneroperator vorgenommen werden.

Der Monitor
Desktop-Drucker und BelichterDie Farben im Monitor werden additiv aus den drei Grundfarben (RGB) gemischt, da sich die Lichtstrahlen der Bildröhren im Monitor überlagern und je nach Helligkeitswert eine farbe mischen. Da Farben auf einem Monitor gesättigter und heller wiedergegeben werden können als im Druck und es verschiedene Typen von Bildröhren gibt, muss auch jeder einzelne Monitor kalibriert werden.

Um einen Monitor zu kalibrieren benötigt man:

  1. Eine Referenzdatei
    Diese Referenzvorlage stellt eine repräsentative Auswahl der Farben dar.
  2. Ein Farbmessgerät (Spektralphotometer);
    Mit diesem Farbmessgerät werden die dargestellten Werte gemessen und mit denen der Referenzdatei verglichen.

Zum Kalibrieren des Monitors werden die einzelnen Farbproben der Referenzdatei gemessen und mit den Werten der Referenzdatei verglichen und neu zugeordnet. Daher ist jetzt jedem Wert der Referenzdatei ein gemessener Wert zugeordnet und wird dann korrigiert. Allerdings sollte man vor dem Messen des Monitors mindestens eine halbe Stunde warten, damit der Monitor seine endgültige Farbtemperatur erreicht hat.
Wichtig beim Kalibrieren eines Monitors ist, dass die Helligkeits- und Kontrastwerte so eingestellt werden, wie von der Kalibrierungssoftware gefordert. Nach dem Kalibrieren dürfen diese Werte auch nicht mehr verstellt werden, da ja der Monitor die Farben durch eine Mischung von
verschiedenen Helligkeitsstufen der einzelnen Bildröhre darstellt.

Monitorkalibrierung:

  • Mit der Gamma-Kontrollsoftware. (z.B. in Photoshop enthalten)
  • Der Monitor muß mindestens 30 Minuten an sein
  • Normale Arbeitsplatzbeleuchtung
  • Monitor - Helligkeit und Kontrast auf Normalstellung
  • Weißpunkt einstellen, visuelle Abstimmung auf Papierweiß mit RGB-Schiebereglern
  • Gamma-Anpassung mit Schieberegler, Kontrollflächen sollen sich entsprechen
  • Farbbalanceregelung um Farbstich auszugleichen
  • Schwarzpunkt einstellen, die dunklen Felder der Grauskala müssen neutral erscheinen
  • Falls erforderlich Gamma- und Farbbalance nachregeln
  • Einstellungen sichern, schließen


Desktop-Drucker und Belichter
Um einen Drucker zu kalibrieren, wird die mitgelieferte Referenzdatei und ein raukeil, normalerweise in 10er Schritten von 10%-100%, auf dem Ausgabegerät ausgegeben. Diese Tonwerte werden dann mit einem Densitometer gemessen und dann über ein geeignetes Programm für das Ausgabegerät eingegeben, damit die ausgegebenen Tonwerte mit den eingegebenen übereinstimmen.
Bei dem Belichter kann natürlich die Referenzdatei nicht farbig ausgegeben werden. Hier wird dann nur der Graukeil belichtet und ausgemessen. Auch diese gemessenen Tonwerte werden dann in das System eingegeben, damit das RIP die Werte korrigieren kann.