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Druckverfahren: Heute gibt es zwei Möglichkeiten, zu drucken: Digitaldruck und analoger Druck.
Im analogen Druck sind vier Hauptdruckverfahren zu unterscheiden:
1. der Hochdruck
2. der Tiefdruck
3. der Flachdruck
4. und der Durchdruck
Beim Hochdruck liegen die druckenden Elemente erhöht, beim Flachdruck befinden sich die druckenden und nicht druckenden Partien auf einer Ebene, beim Tiefdruck drucken die vertieft liegenden Formelemente, und beim Durchdruck entsteht das Druckbild über farbdurchlässige Stellen des Siebes.
1. Zur Gruppe der Hochdruckverfahren gehören der Buchdruck, der Flexodruck und im weitesten Sinne auch unabhängig von einer Hochdruckpresse alle Materialdrucke - vom Kartoffelstempel über Kunststoff- und Linoldrucke bis hin zu jedwedem Material, das sich in höher liegende, druckende und niedriger liegende, nicht druckende Partien gliedert. Dabei ist der Hochdruck stets ein mechanisches Verfahren, das über Farbwalzen und durch das Pressen der Druckform auf den Druckträger erfolgt.
Der Buchdruck blieb bis ca. 1970 das bedeutendste Verfahren zur Vervielfältigung von Drucksachen aller Art. Der Flexodruck, der mit Hochdruckplatten arbeitet, findet noch heute weite Anwendungsfelder. Mit sog. Kunststoff-, Auswasch- oder Gummidruckplatten, die auf die Druckzylinder gespannt sind, werden Papier-, Kunststoff- und Metallfolien von Rollen bedruckt.
2. Zur Gruppe der Tiefdruckverfahren - hier liegen die druckenden Stellen der Druckform tiefer als die nicht druckenden - zählen Kupferstich, Radierung, Aquatintaverfahren, Stahlstich und Kaltnadel bis hin zum industriellen Tiefdruck. Kupferstich und Radierung sind dabei die bekanntesten Künstler-Tiefdrucktechniken, stets als Einzeldrucke mit Tiefdruckpressen im Handverfahren auf Büttenpapier gedruckt und zumeist in kleiner Auflage hergestellt.
Der industrielle Tiefdruck - um 1890 als sog. Rakeltiefdruck erfunden - überträgt diese Technik auf einen Kupferzylinder, der in unterschiedlich vertieften Partien die Farbe aufnimmt und im direkten Rollen-Rotationsdruck weitergibt. Dabei muss mit dem Rakelmesser vor dem eigentlichen Druck auf das Papier überflüssige Farbe abgestreift werden. Das Ergebnis ist ein satter Farbauftrag in hoher Druckqualität. Der Rakeltiefdruck findet seine Anwendungsbereiche in Groß- und Größtauflagen wie Versandhauskatalogen oder Illustrierten.
3. Zu den Flachdruckverfahren zählen der Steindruck (Lithografie), der Lichtdruck, der Blechdruck und das heute mit Abstand wichtigste Verfahren - der Offsetdruck.
Der Offsetdruck (engl.: "Absetz"-Druck) basiert auf dem Prinzip der Lithografie - auf dem Abstoßen von Wasser und Fett. Es ist ein indirektes Druckverfahren, bei dem die Druckform - die Offsetplatte, eine Aluminium- oder Mehrmetallplatte - mit dem seitenrichtigen Bild auf den Plattenzylinder gespannt und über Farb- und Feuchtwalzen geführt wird. Die aufgenommene Farbe wird zunächst auf einen Gummizylinder übertragen - d.h. das Bild wird seitenverkehrt abgesetzt - und danach erst auf das Papier gedruckt. Im Offsetdruck kann in einem Druckdurchgang Mehrfarbendruck erfolgen. Es gibt Bogenoffsetmaschinen mit Stundenleistungen von ca. 10.000 und mehr Drucken und Rollenoffsetmaschinen, die 25.000 Drucke und mehr in der Stunde erlauben - besonders bei der Zeitungsrotation.
4. Zur Gruppe der Durchdruckverfahren zählen der Siebdruck, der Filmdruck und der Schablonendruck. Darüber hinaus alle weiteren Verfahren, bei denen die Druckfarbe durch die Druckform hindurch auf den Bedruckstoff übertragen wird. Das Gewebe - auch Sieb genannt - mit offener Struktur kann über unterschiedliche Verfahren zur Druckform werden. Immer geht es dabei darum, Partien, die nicht drucken sollen, abzudecken und andere - durchdruckende - farbdurchlässig zu halten. Dies kann über Schablonen jedweder Art geschehen, über fotografische Belichtung und über Mal- oder Schreibmittel. Beim Druckvorgang wird dann die Farbe mit einer Rakel in Reib- und Streichbewegungen durch die offenen Stellen des Siebes gedrückt. Dies kann mit der Hand erfolgen oder mit Siebdruckmaschinen - plan auf plan oder auf beliebig geformte Körper gedruckt. Typische Druckprodukte im Siebdruckverfahren: Werbetafeln, Verkehrs- und Straßenschilder, Glasflaschen, Kugeln, T-Shirts u.Ä.m.
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Direktes Druckverfahren:
Druckform muß Seitenverkehrt sein
Indirektes Druckverfahren
Druckform muß Seitenrichtig sein
Druckformzylinder, Gummizylinder, Gegendruckzylinder mit Druckstoff
Manuelle Bogenmontage:
Seitenmontage (Text und Bild) am PC - Filmbelichter - Ganzseitenfilme auf Montagetisch manuell montiert - fertige Bogenmontage in den Kopierrahmen - Druckplatte dann in die Offsetmaschine
Elektronische Bogenmontage
- Seintenmontage (Text und Bild) am PC - elektronische Bogenmontage - Kontrolldruck - Computer to film in den Filmbelichter - Ganzformfilm in den Kopierrahmen - Druckplatte in die Offsetmaschine
- Elektronische Bogenmontage zum computer to plate in den Digital platemaker- Druckplatte zum Offset
- Elektronische Bogenmontage zum computer to press = Digitaldruck
Schritte zur Plattenkopie:
- Ganzseitenfilme
- Falzmuster (Faulenzer) festlegen
- Ausschießschema (muß seitenverkehrt sein wg. Indirekten Druckverfahren)
- Bogeneinteilung + Montage
- Plattenkopie
Falzarten
- Parallel-Falzung (Mitten, Wickel, Zickzack, Fenster
- Kreuzfalzung
2-Bruch, 3 Bruch, 4 Bruch
- Gemischtfalzung
12 Seiten, 24 Seiten
Falzprinzip:
- Taschenprinzip (Stauprinzip)
- Messerprinzip (Schwertprinzip)
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